Dr. Stefan Frerichs

Twitter? Hilfe!

 

"Twitter? Hilfe!
Tipps und Tricks für Anfänger und Fortgeschrittene."

Braucht man Twitter? Mich zumindest hat Twitter als Informations-, Kommunikations- und Verbreitungsweg so überzeugt, dass ich ein begeisterter Nutzer geworden bin. Meine Tipps und Tricks sollen Anfängern den Einstieg erleichtern, können aber auch Fortgeschrittenen noch nützliche Hinweise geben.

Lesen Sie auch: Zehn Goldene Twitter-Regeln

 

Gliederung:

Einleitung: Braucht man Twitter?
Was ist Twitter überhaupt?
Was kostet das Kostenlose?
1. Wie meldet man sich bei Twitter an?
Was bedeuten "Startseite", "Entdecken" usw.?
Was sollte man bei den Twitter-Einstellungen beachten?
Wie macht man die Twitter-Seite hübsch?
2. Twitter für Anfänger
Was ist Twitter überhaupt?
Wie meldet man sich bei Twitter an?
Wie richtet man sein Twitter-Konto ein?
Was ist ein Tweet?

Was ist ein Hashtag?
Was ist folgen bzw. ein Follower?
Was ist ein Lesezeichen bzw. ein Bookmark?
Was ist liken bzw. ein Like?
Was ist retweeten bzw. ein Retweet?
Was ist ein Reply bzw. eine Antwort?
Was ist eine Direktnachricht?
Wie bindet man Links, Bilder, Videos oder Emojis in Tweets ein?
Wie startet man Umfragen?
Was sind Trending Topics bzw. Trends?
Was sind Listen?
Was sind Moments?
Wie nutzt man Twitter anonym als Informationskanal?
Wie nutzt man Twitter vertraulich als Kommunikationskanal?
Wie nutzt man Twitter öffentlichkeitswirksam als Verbreitungskanal?
3. Twitter für Fortgeschrittene
Wie kann man Profilfoto und Header-Bild optimieren?
Wie funktioniert die Twitter-Suche?
Wie bekommt man Suchergebnisse automatisch zugemailt?
Wie kann man Tweets zeitgesteuert senden?
Wie kann man mehrere Twitter-Kanäle gleichzeitig verwalten?
Wie kann man Nutzer und Themen bei Twitter analysieren?
Wie kann feststellen, wer einem nicht mehr folgt?
Was ist der Follow(er) Friday?
Was ist Follow(er) Power
Wie kann man andere Twitter-Kanäle einschätzen?
Soll man die "Echtheit" seiner Follower überprüfen?
Wie schützt man sich vor Belästigungen?
Soll man Kurzlinkdienste einsetzen, um Zeichen zu sparen?
Wie kann man gekürzte Verlinkungen lesbar machen?
Schluss: Wie kann man sich bedanken?

 

Einleitung: Braucht man Twitter?

Braucht man Twitter? Nein, normalerweise kommt man auch ohne Twitter gut zurecht. Wer sich im Internet informiert, dort mit Anderen kommuniziert oder im Netz eigene Inhalte verbreitet, kann auch andere Wege nutzen.
Allerdings hat Twitter als Informations-, Kommunikations- und Verbreitungsweg eine ganze Reihe von Stärken, die man sich ruhig mal anschauen sollte. Mich haben diese Vorteile so überzeugt, dass ich ein begeisterter Twitter-Nutzer geworden bin.
Deshalb möchte ich hier in Teil 1 erläutern, wie man sich bei Twitter anmeldet und was man dabei beachten sollte.
Wer nicht sicher ist, ob er sich überhaupt anmelden möchte, kann auch erst direkt hier zu Teil 2 gehen und sich dort in drei Schritten erklären lassen, wie man Twitter...

  • anonym als Informationsquelle nutzt,
  • vertraulich als Kommunikationsmittel verwendet oder
  • öffentlichkeitswirksam als Verbreitungsweg einsetzt.

Danach gebe ich in Teil 3 noch Tipps und Tricks für Fortgeschrittene, etwa wie man Tweets zeitgesteuert senden oder fremde Twitter-Kanäle einschätzen kann.

Was ist Twitter überhaupt?
Twitter ist ein soziales Netzwerk, mit dem man Kurznachrichten (Tweets, vom englischen Begriff "to tweet" für "zwitschern") von inzwischen höchstens 280 Zeichen empfangen und verbreiten kann. In Tweets können auch Verlinkungen auf andere Internetseiten sowie Bilder oder Videos eingebunden werden. Die Kürze der Nachrichten hat den Vorteil, dass man Twitter einfach und schnell nutzen kann – gerade auch auf kleinen, mobilen Endgeräten wie Handys oder Smartphones. Zu den Stärken von Twitter gehört, dass es anonym nutzbar ist und eine verschlüsselte Datenübertragung per HTTPS-Protokoll ermöglicht. Beim Empfang der Kurznachrichten bietet es gute Filtermöglichkeiten, die auch wirksam vor Belästigungen schützen. Alle Einstellungen eines Nutzerkontos (Accounts) bei Twitter sind jederzeit wieder änderbar und löschbar (auch das ganze Konto). Außerdem können Tweets mit Hilfe anderer Dienste automatisiert und zeitgesteuert gesendet werden. Twitter wird seit 2006 vom us-amerikanischen Unternehmen Twitter Inc. mit Sitz in San Francisco angeboten, hat inzwischen gut 310 Millionen aktive Nutzer und ist kostenlos.

Was kostet das Kostenlose?
Selbstverständlich haben auch die kostenlosen Twitter-Konten indirekt einen Preis. Wenn ein Onlinedienst nichts kostet, ist man selbst die Ware. Wer sich bei Twitter anmeldet, muss sich darüber im Klaren sein, dass Twitter Inc. seinen Dienst nicht aus reiner Freundlichkeit betreibt, sondern, um damit Geld zu verdienen – so betrug der Jahresumsatz 2014 gut 1,4 Milliarden US-Dollar. Dieses Geld erwirtschaftet das Unternehmen mit Nutzerdaten und mit Werbung. Als Nutzer muss man Twitter aber nicht allzu viele Daten verraten und die Werbung ist unaufdringlich.

 

1. Wie meldet man sich bei Twitter an?

Man kann sich bei Twitter sehr einfach anmelden und ein Konto (Account) einrichten. Zur Registrierung unter https://twitter.com/signup muss man nur einen (vollständigen) Namen, eine E-Mail-Adresse, ein Passwort und einen Nutzernamen angeben. Alle vier Angaben können später wieder geändert werden.


Bild 1: Bei der Registrierung für Twitter muss man seine wahre Identität nicht unbedingt preisgeben.

  • Der (vollständige) Name kann auch ein Nickname sein, darf höchstens 50 Zeichen haben (auch Sonderzeichen) und wird öffentlich sichtbar.
  • Die E-Mail-Adresse muss eine gültige Mail-Adresse sein (wobei eine Mail-Adresse nur jeweils einem Twitter-Konto zugeordnet werden kann) und wird nicht öffentlich sichtbar.
  • Der Nutzername kann auch ein Nickname sein, darf höchstens 15 Zeichen haben (nur Buchstaben, den Unterstrich "_" und Ziffern) und wird öffentlich sichtbar. Er darf nicht schon vergeben sein, gilt zusammen mit einem vorangestellten "@"-Zeichen als eindeutige Kennung (wie @RheinWanderer) und wird in der Internet-Adresse (URL) der Profilseite angezeigt (wie https://twitter.com/rheinwanderer).

Nach der Registrierung schickt Twitter an die angegebene Mail-Adresse eine Bestätigung, in der man mit einem Klick auf einen Link das neue Twitter-Konto freischalten kann.

Was bedeuten "Startseite", "Entdecken" usw.?
Wenn man bei seinem Twitter-Konto (Account) angemeldet ist, werden links auf der Seite mehrere Navigationspunkte jeweils mit einem Symbol angezeigt. Es handelt sich von oben nach unten um "Startseite" (mit Vogelhäuschen), "Entdecken" (mit Raute), "Mitteilungen" (mit Glocke) und "Nachrichten" (mit Briefumschlag) sowie um "Lesezeichen" und "Listen". Darunter befinden sich "Profil" (mit dem jeweiligen Account-Symbol / Profilfoto), "Mehr" (mit einem Drei-Punkte-Symbol) und ein "Twittern"-Feld bzw. ein Schreibfedersymbol.


Bild 2: Die Navigationspunkte "Startseite", "Entdecken", "Mitteilungen", "Nachrichten" usw. findet man links auf der Seite.

Hier die Bedeutungen der Navigationspunkte:

  • Auf der "Startseite" gehen die Tweets anderer Twitter-Kanäle ein, denen man folgt.
  • Unter "Entdecken" findet man besonders häufig genutzte Stichworte als "Trends" ("trending topics") und bekommt beliebte Nutzer und Artikel empfohlen.
  • Über "Mitteilungen" wird angezeigt, wenn eigene Tweets von anderen Twitter-Kanälen positiv bewertet (Like), wiederholt (Retweet), beantwortet (Reply) oder erwähnt (Mention) werden.
  • Unter "Nachrichten" werden Direktnachrichten aufgeführt, die nur an Twitter-Nutzer gesendet werden können, die einem folgen.
  • Über "Lesezeichen" werden alle Tweets angezeigt, die man mit einem Lesezeichen markiert hat.
  • Unter "Listen" werden selbst angelegte oder fremde abonnierte Listen aufgeführt.

Über die "Profil"-Seite kann man seine eigenen Tweets sehen und aufrufen, welchen anderen Twitter-Kanälen man selbst folgt und welche Follower der eigene Kanal hat. Alles weitere rund um Tweets und Retweets, zum Folgen und zu Followern erläutere ich in Teil 2.

Unter "Mehr" findet man unter anderem den Punkt "Einstellungen und Datenschutz" sowie ein Feld zum "Abmelden". Wenn man das Twitter-Konto verlassen möchte, sollte man unbedingt das Abmeldefeld unter "Mehr" verwenden. Nachfolgend erkläre ich jetzt, was man bei Twitter unter "Einstellungen und Datenschutz" beachten sollte.

Was sollte man bei den Twitter-Einstellungen beachten?
Nachdem man sich bei Twitter angemeldet hat, sollte man sein Konto (Account) noch einrichten. Hierfür klickt man links auf der Seite auf den Navigationspunkt "Mehr" mit dem Drei-Punkte-Symbol und dann auf "Einstellungen und Datenschutz". Darunter werden dann in der linken Spalte vier Bereiche zu Konto-Einstellungen und vier Bereiche zu allgemeinen Einstellungen sichtbar.


Bild 3: Über den Navigationspunkt "Mehr" mit dem Drei-Punkte-Symbol links auf der Seite erreicht man "Einstellungen und Datenschutz" des Twitter-Kontos. Wenn man die Einstellungen öffnet, werden dann in der linken Spalte vier Bereiche zu Konto-Einstellungen und vier Bereiche zu allgemeinen Einstellungen sichtbar - wie hier im Bild unter "Account" die grundlegenden Einstellungen des Twitter-Kontos.

Bei den vier Bereichen zu den Konto-Einstellungen handelt es sich um:

  • "Account",
  • "Datenschutz und Sicherheit",
  • "Mitteilungen" sowie
  • "Inhaltsvorlieben".
  • Unter "Account" kann man die grundlegenden Einstellungen des Twitter-Kontos festlegen. So lassen sich hier der Nutzername (wie @RheinWanderer), eine mögliche Telefonnummer und die E-Mail-Adresse ändern (Den (vollständigen) Namen kann man übrigens im Profil ändern.) Außerdem kann man hier unter anderem das Passwort ändern, Sprache und Land einstellen sowie den Account auch wieder deaktivieren.
  • Bei "Datenschutz und Sicherheit" kann man verschiedene Einstellungen zur Sicherheit und Privatsphäre des Twitter-Kontos festlegen. Besonders interessant ist der Punkt "Meine Tweets schützen". Wenn man hier ein Häkchen setzt, kann man das Twitter-Konto anonym als Informationsquelle und vertraulich als Kommunikationsmittel nutzen – mehr dazu hier in Teil 2.
  • Unter "Mitteilungen" hat man verschiedene Filtermöglichkeiten, über welche Vorgänge bei Twitter man informiert werden möchte. Außerdem kann man unter anderem einstellen, über welche Dinge bei Twitter man per SMS oder Mail informiert werden möchte.
  • Bei "Inhaltsvorlieben" hat man verschiedene Filtermöglichkeiten, welche Inhalte man bei Twitter bevorzugt angezeigt haben möchte. So kann man sich personalisierte Inhalte anzeigen lassen, die auf dem Standort und den gefolgten Twitter-Kanälen beruhen.

Bei den vier Bereichen zu den allgemeinen Einstellungen handelt es sich um:

  • "Anzeige",
  • "Datennutzung",
  • "Barrierefreiheit" und
  • "Über Twitter".
  • Unter "Anzeige" kann man unter anderem die Schriftgröße, die Farbe und den Hintergrund des eigenen Twitter-Accounts einstellen.
  • Bei "Datennutzung" findet man vor allem einen Datensparmodus, der dazu führt, dass Twitter weniger mobile Daten verwendet.
  • Unter "Barrierefreiheit" kann man unter anderem eine Funktion freischalten, mit der man seinen eigenen Bildern eine Beschreibung für Sehbehinderte hinzufügen kann.
  • Bei "Über Twitter" findet man neben den Geschäftsbedingungen und den Datenschutzrichtlinien unter anderem auch das Hilfe Center von Twitter.

Wie macht man die Twitter-Seite hübsch?
Zum Schluss von Teil 1 noch einige Hinweise, wie man das Aussehen einer Twitter-Seite im Profil ansprechender gestalten kann.

Das Profil kann man bearbeiten, indem man links auf der Seite auf den Navigationspunkt "Profil" mit dem Account-Symbol klickt und anschließend das Feld "Profil bearbeiten" anklickt.


Bild 4: Über den Navigationspunkt "Profil" mit dem Account-Symbol und "Profil bearbeiten" kann man das Aussehen der Twitter-Seite umgestalten.

Unter "Profil bearbeiten" kann man unter anderem den (vollständigen) Namen anpassen (der Nutzername lässt sich über die Konto-Einstellungen unter "Account" ändern). Außerdem kann man einen kurzen Erklärtext ("Bio") zum Twitter-Kanal eintragen. Der Erklärtext darf bis zu 160 Zeichen haben und mit Links, Hashtags und Nutzernamen angereichert werden – das sind Möglichkeiten, die man unbedingt nutzen sollte. Darüber hinaus kann man einen Standort, die Adresse einer Webseite und seinen Geburtstag angeben (und festlegen, wer dieses Datum sehen darf).
Unter "Profil bearbeiten" kann man auch die Bildelemente "Profilfoto" und "Header-Bild" ändern. Unter "Profilfoto" versteht Twitter das runde Bildchen, das als Account-Symbol neben jedem Tweet und auf der Account-Seite (zugleich Einstiegsseite für Besucher) angezeigt wird. Man sollte es in einer Größe von 400 x 400 Pixel hochladen – es wird dann von Twitter automatisch in der jeweils notwendigen Größe dargestellt. Beim "Header-Bild" handelt es sich um ein Bild im Kopf der Account-Seite, man sollte man es in einer Größe von 1500 x 500 Pixel hochladen.

 

2. Twitter für Anfänger

In der Twitter-Welt gibt es viele Begriffe, von denen man vielleicht schon einmal gehört hat, aber nicht so genau weiß, was sie eigentlich bedeuten. Hier Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Twitter:

Was ist Twitter überhaupt?
Die Antwort gibt es hier in Teil 1.

Wie meldet man sich bei Twitter an?
Die Antwort gibt es hier in Teil 1.

Wie richtet man sein Twitter-Konto ein?
Die Antwort gibt es hier in Teil 1.

Was ist ein Tweet?
Tweets sind Kurznachrichten von inzwischen höchstens 280 Zeichen, die man über Twitter als angemeldeter Nutzer empfangen und verbreiten kann. Das Wort leitet sich vom englischen Begriff "to tweet" für "zwitschern" ab. Tweets schreiben kann man über das Feld "Twittern" bzw. das Schreibfedersymbol links auf der Seite unter den Navigationspunkten.
Es öffnet sich ein leeres Textfeld, in dem die Zahl der noch zulässigen Zeichen unten rechts von einem kreisförmigen Zeichenzähler angezeigt wird. In Tweets können auch Hashtags (mit #), Verlinkungen zu anderen Twitter-Kanälen (mit @) und externen Internetseiten sowie Bilder, Videos und Emojis eingebunden werden. Die Tweets werden auf der Account-Seite des eigenen Twitter-Kanals angezeigt und auf der Startseite jener Twitter-Nutzer, die einem folgen. Mit Hilfe von Hashtags und Verlinkungen kann man aber ein noch größeres Publikum erreichen (siehe auch Retweet).

Was ist ein Hashtag?
Ein Hashtag ist bei Twitter ein Stichwort, das vorn ohne Leerzeichen mit einem Doppelkreuz (#) markiert wird (wie #Rhein). Das Wort Hashtag setzt sich aus den englischen Begriffen "hash" für "Doppelkreuz" und "tag" für "Markierung" zusammen. Hashtags dienen dazu, die Suche nach Themen bei Twitter zu erleichtern. Besonders häufig markierte Stichworte werden auf den Twitter-Seiten unten links als "Trends" ("trending topics") angezeigt. Hashtags können nicht nur in Tweets eingesetzt werden, sondern auch im kurzen Erklärtext ("Bio") eines Twitter-Kanals. Das ist eine Möglichkeit, die man unbedingt nutzen sollte, damit der Kanal mit Hilfe der Stichworte leichter gefunden wird. Ähnlich wie Nutzernamen dürfen Hashtags Buchstaben, den Unterstrich "_" und Ziffern enthalten – allerdings keine Ziffern allein. Andere Zeichen (wie das Leerzeichen oder ein Bindestrich) beenden den Hashtag.

Was ist folgen bzw. ein Follower?
Unter dem "Header-Bild" bei Profilfoto, Name und Erklärtext ("Bio") jedes (fremden) Twitter-Kanals findet man ein Feld mit der Aufschrift "Folgen". Wenn man dieses Feld anklickt, folgt man dem anderen Twitter-Kanal und wird dessen Follower. Künftig gehen dessen Tweets und Retweets auf der eigenen Startseite ein. Eine Übersicht aller gefolgten Kanäle kann man über die eigene Profil-Seite unter "Folge ich" sehen.
Umgekehrt können andere Nutzer dem eigenen Twitter-Kanal folgen und somit zu dessen Followern werden. Man bekommt über seine Mitteilungen-Seite angezeigt, wer dem eigenen Kanal neu folgt. Eine Liste aller Follower kann man über die eigene Profil-Seite unter "Follower" aufrufen.

Was ist ein Lesezeichen bzw. ein Bookmark?
Unter jedem Tweet findet man die Funktionen "Antworten", "Retweeten", "Liken" und "Teilen". Über die Funktion "Teilen" kann man eigene oder fremde Tweets und Retweets unter anderem per Direktnachricht versenden oder zu den eigenen Lesezeichen hinzufügen. Alle gespeicherten Lesezeichen kann man über das Feld "Lesezeichen" bzw. das Lesezeichensymbol links auf der Seite aufrufen. Der Absender des als Lesezeichen abgelegten Tweets bekommt keine Mitteilung, dass der Tweet markiert wurde.

Was ist liken bzw. ein Like?
Unter jedem Tweet findet man die Funktionen "Antworten", "Retweeten", "Liken" und "Teilen". Über die Funktion "Liken" kann man eigene oder fremde Tweets und Retweets positiv bewerten. Likes werden mit einem Herz markiert und auf der eigenen Profil-Seite unter "Gefällt mir" aufgelistet. Der Absender des hervorgehoben Tweets wiederum bekommt über seine Mitteilungen-Seite angezeigt, von wem ein Tweet geliked wurde.

Was ist retweeten bzw. ein Retweet?
Unter jedem Tweet findet man die Funktionen "Antworten", "Retweeten", "Liken" und "Teilen". Über die Funktion "Retweeten" kann man fremde Tweets im eigenen Twitter-Kanal wiederholen. Man hat auch die Möglichkeit, einen Retweet mit einem eigenen Kommentar zu ergänzen – hierfür stehen die normalen 280 Zeichen zur Verfügung. Retweets (und eventuelle Kommentare) werden auf der eigenen Profil-Seite unter "Tweets" angezeigt und auf der Startseite jener Twitter-Nutzer, die einem folgen. Der Absender des wiederholten Tweets wiederum bekommt über seine Mitteilungen-Seite angezeigt, von wem ein Tweet retweetet wurde.

Was ist ein Reply bzw. eine Antwort?
Unter jedem Tweet findet man die Funktionen "Antworten", "Retweeten", "Liken" und "Teilen". Über die Funktion "Antworten" (der englische Begriff ist "reply") kann man auf fremde Tweets im eigenen Twitter-Kanal antworten. Replys werden nur auf der eigenen Profil-Seite unter "Tweets und Antworten" angezeigt, NICHT aber auf der Startseite jener Twitter-Nutzer, die einem folgen. Der Absender des beantworteten Tweets wiederum bekommt über seine Mitteilungen-Seite angezeigt, von wem ein Tweet beantwortet wurde.

Was ist eine Direktnachricht?
Im Gegensatz zu Replys bzw. Antworten kann man Direktnachrichten in der Regel nur an Twitter-Nutzer senden, die einem folgen. Direktnachrichten schreiben kann man über das Feld "Nachrichten" bzw. das Briefumschlagsymbol links auf der Seite.
Dort muss man oben auf ein weiteres Briefumschlagsymbol mit Pluszeichen klicken und den Nutzernamen des gewünschten Empfängers eingeben (wie @RheinWanderer). Eine Begrenzung auf 280 Zeichen gibt es bei Direktnachrichten nicht. Man kann Direktnachrichten auch an Gruppen von bis zu 20 Nutzern schicken (Gruppennachrichten), sofern sie einem alle folgen. Direktnachrichten werden nur unter "Nachrichten" sichtbar, sonst nirgends. Wenn sich Nutzer gegenseitig folgen, können sie also direkt Nachrichten miteinander austauschen, ohne dass ein Anderer sie sieht.

Wie bindet man Links, Bilder, Videos oder Emojis in Tweets ein?
In Tweets können auch Verlinkungen auf andere Internetseiten sowie Bilder, Videos und Emojis eingebunden werden. Bei Verlinkungen kopiert man einfach die Linkadresse in den Tweet, von der höchstens 23 Zeichen angezeigt werden, selbst wenn die Linkadresse mehr Zeichen hat. Mit einem Kurzlinkdienst (wie "bit.ly", "goo.gl" oder "tinyurl.com") lässt sich die Zeichenzahl noch weiter verkürzen (wovon ich jedoch abrate, mehr dazu hier in Teil 3).
Pro Tweet lassen sich auch ein oder mehrere Bilder oder Emojis bzw. ein Video einfügen, indem man links unter dem Textfeld das Fotosymbol anklickt und dann die Bilder bzw. Video auswählt und hochlädt. Bilder und Videos nehmen keine Zeichen des Tweets in Anspruch, pro Emoji muss man ein Zeichen veranschlagen.
Die beste Darstellung von Bildern erreicht man, wenn sie ein Seitenformat von 2:1 und eine Größe von 1024 x 512 Pixel haben. Dann werden sie optimal auf der Account-Seite des eigenen Twitter-Kanals angezeigt und auf der Startseite jener Twitter-Nutzer, die einem folgen. Es sind
aber auch andere Bildformate und -größen möglich. Wenn die Bilder jedoch zu klein sind, werden sie nicht mehr direkt angezeigt, sondern nur noch deren Linkadresse. Als Dateiformate sind nur "GIF", "JPEG" oder "PNG" zulässig und als Dateigröße höchstens 3 MB (wobei das Hochladen großer Dateien oft misslingt).

Wie startet man Umfragen?
Mit Hilfe eines Tweets kann man auch Umfragen starten, indem man links unter dem Textfeld das Balkensymbol anklickt. Eine Umfrage nimmt inzwischen keine Zeichen des Tweets mehr in Anspruch. Es sind bis zu vier Antwortmöglichkeiten mit jeweils höchstens 25 Zeichen zulässig. Die Dauer von Umfragen kann bis zu sieben Tage betragen. Die Abstimmung erfolgt anonym - weder der Urheber der Umfrage noch die Abstimmenden können sehen, wer wie abgestimmt hat. Während die Umfrage läuft wird der aktuelle Zwischenstand angezeigt, nach Ablauf der Umfragedauer das Endergebnis.

Was sind Trending Topics bzw. Trends?
Auf den Twitter-Seiten rechts oder unter dem Navigationspunkt "Entdecken" (mit Raute) werden die aktuellen Trends (der englische Begriff ist "trending topics") bei Twitter angezeigt. Es handelt sich hierbei um die häufigsten Begriffe und Hashtags, die zurzeit in Tweets vorkommen. Standardmäßig werden die weltweit am häufigsten vorkommenden Begriffe angezeigt, man kann sich aber auch die Trends für bestimmte Länder oder Städte anzeigen lassen.
Die Trending Topics bzw. Trends helfen einem, die aktuell am wichtigsten Themen bei Twitter zu finden und die dabei verwendeten Hashtags zu erkennen. Dadurch kann man gezielt nach Tweets zu bestimmten Themen suchen oder in eigenen Tweets die jeweils passenden Hashtags einsetzen – so stand beispielsweise das Kürzel "#btw17" für die Bundestagswahl 2017 und "#groko" für die Große Koalition.

Was sind Listen?
Mit Hilfe von Listen kann man die Tweets und Retweets anderer Twitter-Kanäle abonnieren, ohne dass man dem Kanal folgen muss und ohne dass die Tweets auf der eigenen Startseite angezeigt werden. Die Funktion kann man über das Feld "Listen" bzw. das Listensymbol links auf der Seite aufrufen. Dort muss man oben auf ein weiteres Listensymbol mit Pluszeichen klicken, um neue Listen anzulegen.
Wenn man in einem Twitter-Konto eine neue Liste anlegt, muss man den Namen der Liste festlegen und kann eine Beschreibung ausfüllen. Außerdem kann man entscheiden, ob die Liste "öffentlich" oder "privat" sein soll – also für Andere sichtbar ist oder nur für einen selbst.


Bild 5a: Einen anderen Twitter-Kanal nimmt man in eine Liste auf, indem man unter dem "Mehr Nutzeraktionen"-Feld mit dem Drei-Punkte-Symbol den Unterpunkt "Einfügen in/Entfernen aus Listen" anklickt (siehe roter Pfeil hier im Bild).

Einen anderen Twitter-Kanal nimmt man wie folgt in eine Liste auf: Auf der Startseite jedes (fremden) Twitter-Kanals findet man ein "Mehr Nutzeraktionen"-Feld mit einem Drei-Punkte-Symbol (links neben dem "Folgen"-Feld). Wenn man dieses Feld anklickt, wird unter anderem der Unterpunkt "Einfügen in/Entfernen aus Listen" sichtbar. Dort kann man entscheiden, in welcher Liste man den Kanal hinzufügt oder entfernt.
Der Nutzer eines abonnierten Twitter-Kanals bekommt über seine Mitteilungen-Seite angezeigt, wer seinen Kanal in eine Liste aufgenommen hat – allerdings nur, wenn die Liste öffentlich ist. Umgekehrt kann man bei eigenen Listen sehen, wer diese abonniert hat – allerdings nur, wenn der Abonnent sein Konto nicht geschützt hat. Statt eigene Listen anzulegen, kann man auch einfach fremde öffentliche Listen abonnieren. Es lohnt sich also, einen Blick in die Listen anderer Twitter-Kanäle zu werfen. So pflege ich bei @RheinWanderer mehrere Listen zu Wanderthemen, die von jedem Twitter-Nutzer abonniert werden können (https://twitter.com/rheinwanderer/lists).

Was sind Moments?
Mit Hilfe von Moments kann man die Tweets und Retweets des eigenen und anderer Twitter-Kanäle zu einer Art "Geschichte" zusammenstellen. Die Funktion "Moments" lässt sich im Twitter-Konto links auf der Seite unter dem Navigationspunkt "Mehr" (mit Drei-Punkte-Symbol) aufrufen. Darunter wird unter anderem der Navigationspunkt "Moments" (mit Blitzsymbol) sichtbar. Dort muss man oben auf ein weiteres Blitzsymbol mit Pluszeichen klicken, um neue Moments anzulegen.

Auf der sich öffnenden neuen Seite kann man dem neuen Moment zunächst einen Namen geben sowie eine Beschreibung und ein Titelbild hinzufügen. In dem danach folgenden Feld kann man dann beliebige Tweets und Retweets zu einer "Geschichte" zusammenstellen. Außerdem kann man über ein oben links im Kopf der Seite liegendes Menü (mit Drei-Punkte-Symbol) unter anderem die Design-Farbe auswählen, eine mögliche Veröffentlichung des eigenen Standorts festlegen und den Moment auch wieder löschen. Über zwei Felder oben rechts im Kopf der Seite kann man den Moment zwischenspeichern bzw. veröffentlichen.

Wie nutzt man Twitter anonym als Informationskanal?
Wenn man sich bei Twitter anmeldet (wie hier in Teil 1 beschrieben), kann man von vornherein darauf achten, dass man möglichst anonym bleibt. So kann man als (vollständigen) Namen und als Nutzernamen einen Nicknamen wählen sowie als E-Mail-Adresse eine Mail-Adresse ohne Namensangaben (sie wird aber ohnehin nicht öffentlich sichtbar). Auch wenn man das Twitter-Konto einrichtet, indem man links auf der Seite auf den Navigationspunkt "Mehr" mit dem Drei-Punkte-Symbol und dann auf "Einstellungen und Datenschutz" klickt (wie hier in Teil 1 beschrieben), kann man seine Anonymität weitgehend schützen.
Am wichtigsten ist hierbei unter dem Navigationspunkt "Datenschutz und Sicherheit" im Abschnitt "Tweets" der Punkt "Meine Tweets schützen". Wenn man hier ein Häkchen setzt, bleibt das Twitter-Konto anonym und geschützt. Ein geschütztes Konto erkennt man von außen daran, dass hinter dem (vollständigen) Namen ein Schlosssymbol angezeigt wird.
Wenn ein Konto geschützt ist, können nur von einem selbst bestätigte Follower eventuelle Tweets und eventuelle Profilangaben lesen. Wenn man aber keine Tweets sendet und im Profil keines der Felder für Standort, Webseite, Geburtstag und Erklärtext ("Bio") ausfüllt, dann gibt es auch nichts zu lesen. Wenn man die Bildelemente "Profilfoto" und "Header-Bild" (im Profil) unverändert lässt oder nichtssagend gestaltet, bleibt man ebenfalls anonym. Obwohl das eigene Twitter-Konto anonym und geschützt ist, kann man damit ganz normal anderen Twitter-Kanälen folgen oder diese in (private) Listen aufnehmen. Aber selbst wenn man sich ein Twitter-Konto auf diese Weise als anonymen Informationskanal einrichtet, sollte man sich bewusst sein, dass Twitter Inc. in San Francisco durch das Nutzungsverhalten trotzdem eine Menge über einen erfährt.

Wie nutzt man Twitter vertraulich als Kommunikationskanal?
Mehrere Twitter-Nutzer können mit Hilfe anonymer und geschützter Konten auch vertraulich miteinander kommunizieren. Das geht nicht nur über geschützte Tweets und Replys bzw. Antworten, sondern noch besser über Direktnachrichten. Voraussetzung hierfür ist, dass sich die Nutzer gegenseitig folgen. Auch hier gilt: Selbst wenn man sich ein Twitter-Konto auf diese Weise als vertraulichen Kommunikationskanal einrichtet, sollte man sich bewusst sein, dass Twitter Inc. in San Francisco diese Kommunikation auswerten kann.

Wie nutzt man Twitter öffentlichkeitswirksam als Verbreitungskanal?
Wenn man Twitter möglichst öffentlichkeitswirksam einsetzen möchte, sollte man schon bei der Einrichtung des Twitter-Kanals, aber natürlich vor allem bei dessen Nutzung einige Dinge beachten:

  • Die Twitter-Seite einrichten: Schon bei der Anmeldung sollte man (wie hier in Teil 1 beschrieben) auf einen aussagekräftigen (vollständigen) Namen und Nutzernamen achten. Entscheidend ist nicht der (vollständige) Name mit bis zu 50 Zeichen, sondern der Nutzername (wie @RheinWanderer). Er darf nämlich bei Twitter noch nicht vergeben sein und nur höchstens 15 Zeichen haben, sodass man ihn sorgfältig auswählen muss.
    Neben den aussagekräftigen Namen sollte man die Twitter-Seite in den Einstellungen im Profil und unter "Design" auch ansprechend gestalten (wie hier in Teil 1 beschrieben). Im Profil sind der kurze Erklärtext ("Bio") sowie die Bildelemente "Profilfoto" und "Header-Bild" wichtig.
    Name, Erklärtext und Bildelemente ergänzen sich im Idealfall und sollten, falls man beispielsweise für einen Blog, eine Organisation oder eine Person twittert, auf deren andere Onlineauftritte abgestimmt sein. Weil Tweets auf höchstens 280 Zeichen begrenzt sind, sollte für weiterführende Informationen im Profil die Adresse einer Webseite angegeben sein und in Tweets darauf verlinkt werden.
  • Den Twitter-Kanal nutzen: Wie öffentlichkeitswirksam Twitter als Verbreitungskanal ist, hängt nicht nur von einem aussagekräftigen Namen und einer ansprechenden Gestaltung des Kanals ab, sondern vor allem davon, wie er genutzt wird. Hierzu findet man im Internet zahlreiche Tipps, wie man am besten twittern soll. Demnach haben Tweets eine größere Chance retweetet zu werden, wenn sie ein Bild, mehrere Hashtags und eine Verlinkung auf eine andere Internetseite enthalten. Links in Tweets haben eine größere Chance, angeklickt zu werden, wenn nicht mehr als ein Tweet pro Stunde verschickt wird und der Text eher Adverbien und Verben statt Adjektive und Nomen enthält.

 

3. Twitter für Fortgeschrittene

In der Twitter-Welt gibt es selbst für fortgeschrittene Nutzer manchmal nützliche Hinweise, von denen man bislang noch nichts gehört hat. Hier einige Tipps und Tricks, die Ihnen den Umgang mit Twitter erleichtern können. Jedoch sind nachfolgend erwähnte Anwendungen und Dienste nicht als Empfehlungen zu verstehen, sondern nur als Beispiele, für die ich weder Vollständigkeit beanspruche noch Gewähr übernehme.

Wie kann man Profilfoto und Header-Bild optimieren?
Unter dem "Profilfoto" versteht Twitter das runde Bildchen, das neben jedem Tweet und auf der Account-Seite (zugleich Einstiegsseite für Besucher) angezeigt wird. Man sollte es in einer Größe von 400 x 400 Pixel hochladen – es wird dann von Twitter automatisch in der jeweils notwendigen Größe dargestellt.
Beim "Header-Bild" handelt es sich um ein Bild im Kopf der Account-Seite, man sollte man es in einer Größe von 1500 x 500 Pixel hochladen.
"Profilfoto" und "Header-Bild" kann man verwalten , indem man links auf der Seite auf den Navigationspunkt "Profil" mit dem Account-Symbol klickt und anschließend das Feld "Profil bearbeiten" anklickt.

Wie funktioniert die Twitter-Suche?
Wenn man bei seinem Twitter-Konto (Account) angemeldet ist, befindet sich oben rechts im Kopf der Seite ein Suchfeld. Wenn man dort eine Suchanfrage startet, werden als Ergebnisse nicht nur zum Suchbegriff passende Tweets angezeigt, sondern (unter dem irreführenden Begriff "Personen") auch passende Twitter-Kanäle. Die Suchergebnisse lassen sich mit Hilfe eines Menüs über der Spalte noch eingrenzen (zum Beispiel nach "Personen", "Fotos" oder "Videos"). Darüber findet man unter einem Drei-Punkte-Symbol auch eine "Erweiterte Suche" und die Möglichkeit, Suchbegriffe zu speichern.
Hashtags dienen dazu, die Suche nach Themen bei Twitter zu erleichtern. Wenn man in einem Tweet auf einen Hashtag klickt, werden Tweets und Kanäle angezeigt, die dieses Stichwort enthalten. Besonders häufige Stichworte werden auf den Twitter-Seiten unten rechts als aktuelle Trends ("trending topics") angezeigt. Um nach Tweets zu suchen, in denen bestimmte Twitter-Nutzer erwähnt werden, kann man den Nutzernamen mit vorangestelltem "@"-Zeichen (wie @RheinWanderer) im Suchfeld eingeben.

Wie bekommt man Suchergebnisse automatisch zugemailt?
Wem es nicht ausreicht, gespeicherte Suchbegriffe bei Twitter abzurufen, kann sich auch regelmäßig und automatisch Suchergebnisse zumailen lassen. Wenn man sich bei Meldediensten wie zum Beispiel "Twilert.com" oder "Warble.co" anmeldet, kann man dort Suchen programmieren. Dann bekommt man die entsprechenden Suchergebnisse im festgelegten Rhythmus per Mail zugeschickt und kann Twitter automatisch zu bestimmten Themen überwachen. Man sollte aber bedenken, dass man dem Dienst nicht nur seine Nutzerdaten überlässt, sondern auch die Zugangsdaten für sein Twitter-Konto geben muss.

Wie kann man Tweets zeitgesteuert senden?
Mit Hilfe von besonderen Managementdiensten für soziale Netzwerke kann man sogar Tweets programmieren und zeitgesteuert versenden. Entsprechenden Diensten wie zum Beispiel "Buffer.com", "Hootsuite.com" oder "Tweetdeck.com" überlässt man jedoch Nutzerdaten und die Zugangsdaten für das Twitter-Konto.

Wie kann man mehrere Twitter-Kanäle gleichzeitig verwalten?
Mit Managementdiensten für soziale Netzwerke (wie "Hootsuite.com" oder "Tweetdeck.com") kann man auch mehrere eigene Twitter-Kanäle gleichzeitig verwalten. Häufig lassen sich nicht nur Konten von Twitter, sondern auch von Facebook einbinden. Doch auch hier gilt, dass man den kostenlosen Diensten nicht nur Nutzerdaten, sondern auch die Zugangsdaten für seine Konten überlassen muss. Außerdem sieht Twitter es nicht gern, wenn ähnliche oder gleiche Tweets auf mehreren Kanälen veröffentlicht werden, und filtert diese in seiner Suche heraus.

Wie kann man Nutzer und Themen bei Twitter analysieren?
Es gibt auch besondere Analysedienste für Twitter, durch die man mehr über andere Nutzer und deren Themen erfahren kann, als mit der normalen Twitter-Suche. So kann man zum Beispiel mit "Commun.it" untersuchen, welchen Twitter-Kanälen man folgen oder nicht mehr folgen sollte. Außerdem kann man damit herausfinden, welche Nutzer zu den eigenen Themen twittern oder auf die eigene Webseite verlinken (sogar wenn sie Kurzlinkdienste verwenden). Ein weiteres Beispiel für einen Twitter-Analysedienst ist "FollowerWonk.com". Mit ihm lassen sich andere Nutzer und besonders die eigenen Follower analysieren und miteinander vergleichen. Und mit "Tweriod.com" zum Beispiel kann man erkennen, wann die meisten der eigenen Follower aktiv sind, und wann man sie somit am besten mit seinen Tweets erreicht. Auch bei solchen (in der Basisversion kostenlosen) Diensten muss man wissen, dass man ihnen nicht nur Nutzerdaten, sondern auch die Zugangsdaten für sein Twitter-Konto überlässt.

Wie kann feststellen, wer einem nicht mehr folgt?
Manchmal ist interessant zu erfahren, welche anderen Nutzer dem eigenen Twitter-Kanal nicht mehr folgen. Ehemalige Follower werden auch "Unfollower" genannt, weshalb entsprechende Unfollow-Dienste beispielsweise "IUnfollow.com", "UnfollowerStats.com" oder "Who.unfollowed.me" heißen. Auch hier muss man dem kostenlosen Dienst seine Nutzerdaten und die Zugangsdaten für das Twitter-Konto geben, um ihn nutzen zu können.

Was ist der Follow(er) Friday?
Bei vielen Twitter-Nutzern ist es üblich, freitags Tweets mit dem Hashtag #FollowFriday, #FollowerFriday oder #ff zu senden, in dem man seinen Followern andere Twitter-Kanäle empfiehlt. Das Wort leitet sich von den englischen Begriffen "to follow" für "folgen" und "Friday" für "Freitag" ab. Der Follow(er) Friday ist zugleich ein Service für die eigenen Follower und eine Freundlichkeit gegenüber dem empfohlenen Kanal.

Was ist Follow(er) Power?
Wenn man eine Frage an die anderen Twitter-Nutzer hat, kann man Tweets mit dieser Frage und dem Hashtag #FollowPower, #FollowerPower oder #fp senden. Das Wort leitet sich von den englischen Begriffen "to follow" für "folgen" und "power" für "Kraft", "Macht" oder "Stärke" ab. Man versucht also mit Follow(er) Power, die geballte Wissenkraft der anderen Twitterer zu nutzen, um eine Frage zu lösen.

Wie kann man andere Twitter-Kanäle einschätzen?
Um einen fremden Twitter-Kanal und den dazugehörenden Nutzer einzuschätzen, können natürlich bereits der (vollständige) Name, der Nutzername und das Profil aufschlussreich sein. Im Nutzerprofil ist neben dem Profilfoto, dem kurzen Erklärtext ("Bio") und dem Standort vor allem die Adresse einer Webseite wichtig. Wenn ein Twitter-Kanal auf eine informative Homepage verlinkt, schafft das Vertrauen – hierbei ist wichtig, dass diese Webseite auch wieder auf den Twitter-Kanal zurückverlinkt. Ein anonymes Twitter-Konto mit Nicknamen wie @MartialArts1918 oder @HotBunny2018 ist sicher anders einzuordnen, als ein öffentliches mit seriösem Namen, Profilfoto und Erklärtext, das in offizielle Internetauftritte eingebunden ist. Viele Kanäle wurden von Twitter auf ihre Echtheit überprüft und sind mit einem blauen Häkchen als "verifiziert" gekennzeichnet.
Aufschlussreich sind oft auch das Alter eines Twitter-Kanals, das auf der Account-Seite angezeigt wird („Beigetreten August 2013“), sowie die Zahl seiner Tweets und deren Inhalte. Weitere Gesichtspunkte, um andere Twitter-Kanäle einzuschätzen, sind natürlich die Anzahl ihrer Follower und das Zahlenverhältnis von Followern zu gefolgten Kanälen ("Follower-to-Following-Ratio"). Über Netzwerke von Nutzern, die sich gegenseitig zurückfolgen (sogenannte "Follow-Back-Teams"), kann man leicht tausende Follower bekommen, solange man diesen auch selbst folgt. Somit sagt allein die reine Anzahl der Follower wenig aus, zumal man auch viele tausend für wenige Dollar kaufen kann. Ein Onlinehändler aus Ostwestfalen, der bei Twitter vor allem Follower aus Südamerika und Südostasien hat, ist also nicht unbedingt international erfolgreich.

Soll man die "Echtheit" seiner Follower überprüfen?
Manche Twitter-Nutzer setzen einen Bestätigungsdienst (Validation Service) wie "TrueTwit.com" ein, um sich die "Echtheit" neuer Follower von diesen bestätigen zu lassen. Jeder neue Follower erhält automatisch eine Direktnachricht, in der er über ein Eingabefeld eine einfache (Lese- oder Rechen-)Aufgabe (Captcha) lösen soll. Computerprogramme (Bots) scheitern meist an solchen Aufgaben, während ein "echter" Mensch sie leicht bestätigen kann.
Ich selbst halte nichts von solchen Bestätigungsdiensten, weil ich meine Follower nicht mit automatischen Direktnachrichten behelligen möchte. Außerdem ist mir egal, ob unter meinen Followern auch Bots sind, denn solange ich nicht ihnen zurückfolge, können sie mich auch nicht mit Direktnachrichten belästigen.

Wie schützt man sich vor Belästigungen?
Wenn man sich auf Twitter durch Direktnachrichten eines Nutzers belästigt fühlt, kann man sich ganz einfach wehren, indem man diesem Nutzer nicht mehr folgt. Direktnachrichten können nämlich nur an Twitter-Nutzer gesendet werden, die einem folgen.


Bild 5b: Einen anderen Twitter-Nutzer kann man stummschalten, blockieren oder als Spam melden, indem man unter dem "Mehr Nutzeraktionen"-Feld mit dem Drei-Punkte-Symbol die Unterpunkte "@Nutzername stumm schalten", "@Nutzername blockieren" und "@Nutzername melden" anklickt (siehe roter Pfeil hier im Bild).

Darüber hinaus kann man einen anderen Nutzer auch wie folgt stummschalten, blockieren oder als Spam melden: Auf der Startseite jedes (fremden) Twitter-Kanals findet man ein "Mehr Nutzeraktionen"-Feld mit Drei-Punkte-Symbol (links neben dem "Folgen"-Feld). Wenn man dieses Feld anklickt, werden unter anderem die Unterpunkte "@Nutzername stumm schalten", "@Nutzername blockieren“ und "@Nutzername melden" sichtbar.
Von stummgeschalteten Nutzern gehen deren Tweets und Retweets künftig nicht mehr auf der eigenen Startseite ein. Sie können einem aber weiter folgen oder einen zu ihren Listen hinzufügen, außerdem werden deren Replys bzw. Antworten oder Mentions bzw. Erwähnungen weiterhin auf der eigenen Mitteilungen-Seite angezeigt. Stummgeschaltete Nutzer bemerken diese Maßnahme normalerweise nicht.
Blockierte Nutzer können einem nicht mehr folgen oder einen zu ihren Listen hinzufügen. Außerdem werden ihre Replys bzw. Antworten oder Mentions bzw. Erwähnungen nicht mehr auf der eigenen Mitteilungen-Seite angezeigt. Blockierte Nutzer können diese Maßnahme bemerken, wenn ihnen auffällt, dass sie einem nicht mehr folgen oder einen nicht mehr zu ihren Listen hinzufügen können.
Als Spam gemeldete Nutzer können einem nicht mehr antworten oder einen erwähnen, aber sie werden von Twitter nicht automatisch gelöscht. Als Spam gemeldete Nutzer bemerken diese Maßnahme normalerweise nicht.
Dessen ungeachtet sind Belästigungen oder Drohungen ein Verstoß gegen die Richtlinien von Twitter, die man dort direkt melden kann (https://help.twitter.com/de/rules-and-policies/twitter-report-violation).

Soll man Kurzlinkdienste einsetzen, um Zeichen zu sparen?
Wenn man Verlinkungen auf andere Internetseiten in Tweets einbindet, werden von der Linkadresse höchstens 23 Zeichen angezeigt, auch wenn die Adresse mehr Zeichen hat. Diese Zeichenzahl lässt sich mit einem Kurzlinkdienst (wie "bit.ly", "goo.gl" oder "tinyurl.com") noch weiter verringern, und viele Twitter-Nutzer machen von dieser Möglichkeit auch Gebrauch. Ich persönlich rate davon jedoch ab, weil verkürzte Links die eigentliche Adresse der Webseite verschleiern und man das Linkziel nicht mehr erkennen kann. Diese Technik wird auch von Betrügern eingesetzt, um auf Phishing-Seiten umzuleiten.

Wie kann man gekürzte Verlinkungen lesbar machen?
Mit einem Kurzlinkdienst (wie "bit.ly", "goo.gl" oder "tinyurl.com") gekürzte Verlinkungen verschleiern die eigentliche Adresse der Webseite, sodass man das Linkziel nicht mehr erkennen kann. Es gibt aber auch Dienste (wie "LongURLmaker.com" oder "URLex.org"), mit denen man die Originaladressen wieder lesbar machen kann, um betrügerische Umleitungen auf Phishing-Seiten leichter zu erkennen. Diese Dienste kann man häufig auch als Erweiterung (Plug-in) direkt im Webbrowser einbinden.

Lesen Sie auch: Zehn Goldene Twitter-Regeln!

 

Schluss: Wie kann man sich bedanken?

Habe ich etwas schlecht erklärt, einen Fehler gemacht oder etwas Wichtiges vergessen? Dann schreiben Sie mir eine E-Mail (bitte keine Anrufe oder Briefe). Diese Twitter-Hilfe wird ständig erweitert und überarbeitet, sodass ich für nützliche Anregungen und konstruktive Kritik dankbar bin.

Wer diese Twitter-Hilfe nützlich fand und sich bei mir bedanken möchte, kann dies auf einfache Weise tun: Folgen Sie auf Twitter mir (@Stefan_Frerichs) oder meinem Blog RheinWanderer.de (@RheinWanderer), von dem auch die Beispielfotos für diese Twitter-Hilfe stammen! ;o)

Vielen Dank, Stefan Frerichs

 
Twitter-Hilfe
 
   


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